Eine tolle Ausstellung.
Martin Parr (*1952) ist ein britischer Fotograf, der es schafft den richtigen Augenblick festzuhalten. Er dokumentiert gesellschaftliches Leben und globale Phänomene wie Massentourismus, Konsumverhalten oder Freizeitgestaltung. Er gilt als Satiriker des zeitgenössischen Lebens; seine Fotografien sind schonungslos kritisch und seine Bilder entlarven das Banale ebenso wie das Groteske. Für seine neue Serie Luxury, die den Mittelpunkt der Ausstellung im Haus der Kunst bildet, fotografierte Martin Parr Modenschauen, Pferderennen sowie Kunst- und Luxusmessen in Durban, Moskau oder Dubai und auch das Oktoberfest bzw. die Party im P1. Er zeigt die Vertreter des (internationalen) Jetsets, wie sie stolz die Insignien neuen Geldes und Reichtums präsentieren und sich dabei in der Regel völlig lächerlich machen. (Text überwiegend aus Haus der Kunst) Martin Parr schafft es in jedem Bild ein Detail darzustellen, welches die Situation absurd oder skurril werden lässt.
Neben seiner Luxury Serie wird auch seine Sammlung anderer Fotografen gezeigt, die wie er Situationen des alltäglichen Lebens darstellen, teils kritisch, teils dokumentarisch.
Martin Parr ist aber nicht nur Fotograf, sondern auch Sammler. Seine Sammlungen von Fotografiebüchern, Postkarten, Tabletts, Uhren und anderen extrem skurrilen Objekten werden ausserdem in dieser Ausstellung gezeigt. Auch dieser Teil lohnt sich sehr, denn so komische Spiele oder hässliche Teller und Tassen habe ich selten gesehen.
Weitere Informationen zur Ausstellung, siehe auch hier oder natürlich beim Haus der Kunst selber. Führungen gibt es immer am Donnerstag um 20 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr. (Es lohnt sich!)



