Start war also die Bergstation der Karwendelbahn in Mittenwald. Es war recht voll und so durften wir mit diversen Touristen die Bergfahrt mit dieser altertümlichen Gondel in Angriff nehmen. Oben angekommen haben wir versucht die Menschenmengen loszuwerden und haben quasi als Aufwärmprogramm mit dem Karwendel-Klettersteig begonnen: ein kurzer knackiger Steig, der auf die Westliche Karwendelspitze (2384m) führt. Es gibt keine Eisenstifte oder Bügel, aber der Aufstieg ist durchgehend mit einem Seil gesichert und dank vieler Tritte nicht zu schwierig. Nach 30 Minuten hat man nach Querung einer Scharte die Karwendelspitze erreicht.
Nachdem wir diesen kleinen Ausflug beendet hatten, sind wir weiter in Richtung Mittenwalder Höhenweg gegangen. Der Weg wurde von Touristen gesäumt, so daß wir kaum das Schild gefunden haben, hinter dem es losgeht. Manche blockierten den Einstieg und gingen auch nach freundlicher Nachfrage nicht zur Seite: „Ich war zuerst hier, ich muss jetzt Photos machen…“ ?????? Ah ja, das beruhigende ist, nachdem man den Einstieg gefunden hat und die ersten paar Meter gegangen ist, gibt es keine Touristen mehr und man ist ganz alleine mit sich, den Bergen und den Drahtseilen. Der Klettersteig ist teilweise ausgesetzt, aber bestens gesichert und keineswegs schwierig. Es ist bestimmt ein guter Weg für Klettersteig-Anfänger.
Der Steig führt in ca. 6-7 Std. über die Nördliche und Südliche
Linderspitze, die Sulzeklammspitze, die Kirchl-Spitze die Rotwandl-Spitze zur Tiroler Hütte, durch den Brunnsteinanger zur Brunnsteinhütte (Einkehr!!!!) und über den Talweg zurück zur Karwendelbahn.








