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So, nach diversen Monaten ohne neue Artikel, versuche ich nun wieder regelmässiger zu Schreiben. Allerdings kann ich keinen großen Wanderungen versprechen, denn es ist verdammt anstrengend einen Kinderwagen den Berg hoch zu schieben. Unser Nachwuchs ist leider noch zu klein für einen Baby Björn und scheint auch diese Art des Tragens nicht wirklich zu mögen. Jeder Versuch ihn in einen Carrier welcher Marke auch immer zu setzen, endete in lautstarkem Gebrüll. Wir geben aber nicht auf und sind sehr optimistisch, daß er spätestens nächsten Sommer in einer Kraxe sitzen kann…. und da git es dann auch kein Pardon mehr… da muss er dann durch.

Aber kein Artikel ohne Beschwerden: Die im Buchhandel vorhandenen Bücher mit dem Titel „Wandern mit Kinderwagen“, sind eine Unverschämtheit. Wie kann man eine Tour von 20, 30 oder 40 Minuten als Wanderung bezeichnen und diese auch noch in einem Buch niederschreiben?? Wenn ich 20 Minuten mit dem Kinderwagen unterwegs sein will, dann schiebe ich durch den Nymphenburger Park, den Englischen Garten…. oder besser durch den Olympiapark, da gibt es auch Berge…. 🙂 Auf jeden Fall fahre ich nicht eine Stunde mit dem Auto bis nach Wildbad Kreuth, um dort zur Siebenhüttenalm zu laufen…. das ist albern. Das sind übrigens die Hütten, die jeder normale Wanderer fast übersieht, weil er gerade erst losgegangen ist und z.B. die Wolfsschlucht und den Schildenstein als Ziel hat. Auch für die Aueralm oder das Neureuthaus hätte es meiner Meinung nach kein Buch gebraucht, aber nun gut, diese Bücher fallen wohl unter die Kategorie „muss es auch geben“. Natürlich werden auch wir keine Klettersteige mit unserem Baby gehen, aber etwas anspruchsvoller dürfen die Touren dann doch sein. Ich werde in den nächsten Wochen von den Ausflügen berichten, die wir mit Kinderwagen unternommen haben.

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Tja,  da wundert man sich doch sehr. Jetzt haben wir angeblich das strengste und beste Nichtrauchergesetz in Bayern und dann passiert es immer wieder, daß am Nachbartisch geraucht wird…. Nein, ich war nicht in einem Raucherclub und ich habe auch nicht unterschrieben, daß ich mit Rauchen einverstanden bin.

Sehr interessant war die Erfahrung im Pavlos auf der Nymphenburger Straße. Dort konnte man von Anfang an riechen, daß irgendwo geraucht wird, ich konnte nur nicht ausmachen, woher der Gestank kam… dann, so gegen 20.30 Uhr, wurden auf einmal Aschenbecher im ganzen Restaurant verteilt…. Es gibt kein Schild und auch sonst keine Information, warum plötzlich geraucht werden darf…Aber es war so…

Ähnliches passierte uns an Silvester im Lenbach… Obwohl auch hier kein Schild und kein Hinweis zu finden war, wurde den ganzen Abend geraucht. Am Anfang noch diskret und heimlich in einer Ecke (in der wir leider platziert waren) später im ganzen Raum.  Auch eine Anfrage und Bitte beim Personal, daß das Rauchen eingestellt wird, hatte keinen Sinn… Im Gegenteil, man erklärte uns dann, daß ab 23 Uhr eh überall geraucht werden darf. Entschuldigung??? Als nächstes haben wir dann mit den Gästen direkt gesprochen, und sie gebeten, daß Rauchen einzustellen, da eine schwangere Frau am Nachbartisch sitzt. Die Reaktionen war dann alles überragend:  Eine Frau sagte: Ich habe in meiner Schwangerschaft die ganze Zeit garaucht… (Das ist mir doch egal, ich tue es nicht!!!) und die Reaktion eines jungen Mannes war noch besser: Ach, ihre Frau ist schwanger, dann hat sie hier nichts zu suchen, sondern gehört ins Bett…. (???Sprachlosigkeit machte sich breit???)

Ja, ich gebe zu, ich habe früher auch geraucht… und war skeptisch gegenüber diesem sehr konsequenten Nichtrauchergesetz, aber mittlerweile finde ich es sehr angenehm. Vor allem in Restaurants geniesse ich es, nicht ständig vollgequalmt zu werden. Und ich denke unserem Nachwuchs wird es auch nicht schaden, wenn in seinem Umfeld nicht geraucht wird…

Watzmannüberschreitung

Puh, haben wir ein Glück gehabt…. im Moment scheint es so, als ob wir die letzten zwei schönen Tage für dieses Jahr für diese Traumtour nutzen konnten. Wir sind am letzten Donnerstag nachmittag zum Watzmannhaus aufgestiegen (Start war der Parkplatz an der Wimbachbrücke, Dauer 2,5 Stunden). Haben auf dem Watzmannhaus übernachtet und sind am Freitag morgen um 7 Uhr los, um die Überschreitung in Angriff zu nehmen. Es war eine fürchterliche Nacht, wir haben kaum geschlafen, trotz Ohropax war das Schnarchen unserer Mitbewohner nicht zu ertragen. Dementsprechend unfit waren wir an diesem Morgen und dann dieses Wetter: es war abzusehen, daß es irgendwann im Laufe des Tages regnen wird. Wir sind trotzdem losgegegangen… und haben erstmal den Aufstieg zum Hocheck in Angriff genommen. Natürlich ist der Berg, den man vom Watzmannhaus sehen kann noch nicht das Hocheck. Der Aufstieg zieht und zieht sich, aber nach rund 1,5 Stunden haben wir die beiden Gipfelkreuze erreicht. Bis zur Mittelspitze brauchen wir dann nur eine halbe Stunde… allerdings müssen wir dafür einen Grad überqueren…huiuiuiui…der war unangenehm und für mich die schlimmste Stelle der ganzen Tour. Nach diesem Grat ist das Mitteleck schnell erreicht und nun müssen wir uns neu entscheiden, gehen wir weiter oder kehren wir um. Das Wetter hält sich, es geht kein Wind und so bewegen sich die Wolken nicht…. also gehen wir weiter. Nach weiteren zwei Stunden , heftigem Klettern und diversen ziemlich ausgesetzten Stellen erreichen wir die Südspitze. Auf dem Weg hat man immer wieder tolle Ausblicke auf den Königssee, St. Bartholomä, das Steinernen Meer und das Wimbachtal. Nach insgesamt 4 Stunden haben wir also die Überschreitung geschafft und nun liegt „nur“ noch der Abstieg vor uns. Und das gute ist, es regnet immer noch nicht. Bei nassem Wetter ist diese Tour nun wirklich nicht zu empfehlen, dafür ist der Weg zu ausgesetzt und nicht immer gesichert.

Der Abstieg ist ähnlich mühsam, wie der Aufstieg zum Hocheck, man meint immer man hätte das Schlimmste hinter sich und dann geht die Kraxelei von Neuem los. Mühsam! Wir brauchen gute drei Stunden bis wir endlich und tatsächlich im Wimbachtal ankommen. Vorher haben wir einige Geröllfelder überquert, sind durch rutschige ausgewaschene Flusstäler geklettert, haben uns an schweren Ketten abgeseilt und sind sonst wie geklettert und gekraxelt. Der Abstieg ist nicht mehr richtig schwer, aber lang und anstrengend. Im Wimbachtal angekommen dauert es immer noch eine ganze Weile bis wir endlich die Wimbachgrieshütte erreichen. Nach einer kleinen Stärkung geht es aber recht schnell weiter, denn jetzt ist es sicher… es fängt bald an zu regnen. Im Stechschritt bewältigen wir also die letzte Stunde Weg und schaffen es fast trocken bis zum Auto…..fast trocken…

Insgesamt haben wir für die Überschreitung genau 10 Stunden inklusive aller Pausen gebraucht. Und im Nachhinein muss ich zugeben, daß ich schon lange nicht mehr so einen Muskelkater gehabt habe. Diese Tour war verdammt anstrengend und ich glaube die anspruchvollste, die ich bis jetzt gemacht habe. Denn ihr dürft nich vergessen, mein Hobby ist eigentlich das Wandern…und das fand bei dieser Tour eher weniger statt…

Nach längeren Diskussionen (Hinterer Goinger Halt oder Ellmauer Halt) haben wir uns für den Aufstieg auf den Ellmauer Halt entschieden. Es war ein Dienstag uns somit nicht viel los. Das wichtigste Utensil für diesen Aufstieg ist ein vernünftiger Helm und den hatten wir alle dabei, also konnte es losgehen!

Gestartet sind wir vom Parkplatz an der Wochenbrunner Alm (1065m), bis hier kann man mit dem Auto fahren, wenn man bereit ist die Mautgebühr zu bezahlen. Nun wandern wir zunächst durch den Wald zur Gruttenhütte (1619m). Diese erreicht man nach einer guten Stunde in leichtem Anstieg auf schattigen Wegen. Wir gehen an der Hütte vorbei und folgen den Schildern zum Ellmauer Halt. Auf dem Weg geniessen wir immer wieder die Aussicht auf die Kitzbüheler Alpen und den Großvenediger. Hinter der Hütte passiert man ein großes Geröllfeld, indem wir eine große Gämsenherde sehen. Sie standen ganz nah am Weg und liessen sich in keinster Weise von uns beeindrucken. Ich glaube so nah, habe ich Gämsen selten gesehen.

Hinter dem Kar beginnt der eigentliche Steig, ab hier ist es unumgänglich den Helm zu tragen, denn von oben fallen immer wieder Steine auf den Pfad. Wir klettern über große Felsbrocken und Schrofen, teils ist der Weg seilversichert, teils nicht. Lustig ist die Stelle an der Jägerwand: Es handelt sich um eine steile Wand mit unzähligen Tritten, die aber gut versichert ist und somit kein großes Problem darstellt. Etwas später müssen wir noch eine Rinne mit einer überhängenden Leiter passieren, ehe wir die Babenstuber Hütte (Notunterkunft mit Hüttenbuch) und somit fast den Gipfel (2344m) erreicht haben.

Den Abstieg bewältigen wir bis zur Gruttenhütte auf dem Aufstiegsweg, zur Wochenbrunner Alm gehen wir über die Gaudeamushütte. Eine kleine Variante mit einer kurzen seilversicherten Passage.

Mittenwalder Höhenweg

Hm ja, wir sind mal wieder mit der Gondel hochgefahren, aber diesmal hat es sich richtig gelohnt. Die einfache Bergfahrt kostet auch nur € 13,50, das war tatsächlich günstig.
Start war also die Bergstation der Karwendelbahn in Mittenwald. Es war recht voll und so durften wir mit diversen Touristen die Bergfahrt mit dieser altertümlichen Gondel in Angriff nehmen. Oben angekommen haben wir versucht die Menschenmengen loszuwerden und haben quasi als Aufwärmprogramm mit dem Karwendel-Klettersteig begonnen: ein kurzer knackiger Steig, der auf die Westliche Karwendelspitze (2384m) führt. Es gibt keine Eisenstifte oder Bügel, aber der Aufstieg ist durchgehend mit einem Seil gesichert und dank vieler Tritte nicht zu schwierig. Nach 30 Minuten hat man nach Querung einer Scharte die Karwendelspitze erreicht.

Nachdem wir diesen kleinen Ausflug beendet hatten, sind wir weiter in Richtung Mittenwalder Höhenweg gegangen. Der Weg wurde von Touristen gesäumt, so daß wir kaum das Schild gefunden haben, hinter dem es losgeht. Manche blockierten den Einstieg und gingen auch nach freundlicher Nachfrage nicht zur Seite: „Ich war zuerst hier, ich muss jetzt Photos machen…“ ?????? Ah ja, das beruhigende ist, nachdem man den Einstieg gefunden hat und die ersten paar Meter gegangen ist, gibt es keine Touristen mehr und man ist ganz alleine mit sich, den Bergen und den Drahtseilen. Der Klettersteig ist teilweise ausgesetzt, aber bestens gesichert und keineswegs schwierig. Es ist bestimmt ein guter Weg für Klettersteig-Anfänger.

Der Steig führt in ca. 6-7 Std. über die Nördliche und Südliche
Linderspitze, die Sulzeklammspitze, die Kirchl-Spitze die Rotwandl-Spitze zur Tiroler Hütte, durch den Brunnsteinanger zur Brunnsteinhütte (Einkehr!!!!) und über den Talweg zurück zur Karwendelbahn.

Ein weiterer netter Berg, mit einer schönen Aussicht ist der Schafreiter im Karwendel, allerdings sind das mächtig viele Höhenmeter: 1250 hoch und auch wieder runter.
Ausgangspunkt ist die Oswaldhütte im Rißtal. Hier gibt es auch einen Parkplatz, aber Achtung der Wanderweg geht links vom Parkplatz ab. Wir sind der Beschilderung am Parkplatz gefolgt und sind prompt über die Fahrstraße anstatt über den Wanderweg aufgestiegen. Kurz vor der Mosenalm hält man sich rechts und zweigt etwas später links zum Gipfel ab. Der Gratweg ist einfach und keinesfalls ausgesetzt. Oben wird man durch eine tolle Aussicht belohnt. Vom Gipfel sind wir dann zur Tölzer Hütte abgestiegen und haben uns erstmal erfrischt…. von der Hütte ging es über den S1 zurück in Richtung Moosenalm und diesmal über den Wanderweg ins Tal… Für die gesamte Tour mit Pausen und Fotografieren haben wir 6 Stunden gebraucht.

Ein etwas schönerer, aber auch längerer Aufstieg, beginnt in Fall. Ca. 1 km, hinter (südwestlich) dem Ort Fall ist ein Wanderparkplatz, an dem der Aufstieg zur Moosenalm begonnen werden kann. Der Weg führt am Grammesberg und Grasköpfel vorbei zur Moosenalm und wer genug Kondition hat, steigt dann noch auf den Schafreiter. Abgestiegen sind wir über einen alten Triftweg, der auf den meisten Karten nur noch ganz leicht schwarz gestrichelt eingezeichnet ist. Hierfür geht man von Fall kommend vor der Moosenalm nach links, weglos in Richtung Krottenbach. Zunächst durch lichten Wald, dann über offene Wiesen zur Diensthütte und am Bach hinab ins Krottenbachtal. Vorsicht nach der Moosenalm nicht zu weit rechts halten, denn dort ist es sumpfig! Der Triftweg wird nicht mehr geflegt, ist aber noch recht gut zu erkennen und zu gehen, er führt in vielen Kehren den Bachlauf mit seinen Wasserfällen hinab. Den Bach queren und in schönem Mischwald in das Krottenbachtal hinab. Im Tal, hoch über der tiefen Schlucht des Krottenbaches gen Norden zur Brücke und auf der Straße bergauf zur Verzweigung, dort links halten und über die Wiesenalm zum Ausgangspunkt zurück. Es ist schon länger her, daß wir diese Variante gegangen sind, aber sie war wirklich beeindruckend. Für diese Variante haben wir ohne Schafreiter 6 Stunden gebraucht.

Oh je, wir hatten am Wochenende Besuch und da das Wetter wunderbar mitgespielt hat, war der allgemeine Wunsch die Alpspitz-Ferrata zu gehen.
So viele komische Sachen, wie an diesem Sonntag habe ich schon lange nicht mehr gemacht…
Wir sind am Sonntag um 08.00 Uhr (Sonntag 8 Uhr ?????) in München losgefahren, das ist sonst nicht unsere Zeit. Da noch Ferien sind, waren wir aber schnell in Garmisch, sind in die Gondel (Gondel ??) eingestiegen und mit der Alpspitzbahn nach oben gefahren. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Einstieg in den Klettersteig. Am Einstieg befanden sich mehrere Gruppen, die versuchten Klettersteig-Sets anzulegen. Also haben wir ihnen dieses nachgemacht, uns brav angstellt (angestellt???), um im Schneckentempo diesen Berg zu bewältigen. Es war sehr mühsam, anscheinend ist dieser Klettersteig, ein Steig den viele Anfänger gehen und auf den viele Gruppen gebracht werden. Wir hatten zweimal „Busse“ von ca. 20 Personen vor uns. Zum Glück gibt es immer wieder Stellen an denen man überholen kann, aber so viele Menschen waren einfach zu viel für diesen Berg. Das Klettersteig-Set war übrigens überflüssig, der Steig ist nicht schwierig, er ist sehr gut versichert, meistens zu gut… nach ca. 2 Stunden waren wir dann endlich oben, normalerweise gehen die 600 Höhenmeter schneller.
Aber die Aussicht ist der Wahnsinn…. man hat tolle Einblicke ins Höllental, sieht die ganze Zeit den Höllentalferner, den Jubiläumsgrat und die Zugspitze, hat einen herrlichen Blick auf das Wettersteingebirge, kann bis zum Karwendel und noch weiter schauen.

Abgestiegen sind wir über die Ostschulter, die ziemlich geröllig ist und auch einige Kletterstellen hat. Von hier ging es dann in Richtung Schöngänge, über den Stuibensee und in großem Bogen zum Kreuzeck, welches wir nach 5,5 Stunden Gesamtgehzeit mit Pausen und Gipfelblicken erreicht haben. und von wo wir wieder mit der Gondel (??? 🙂 ) nach unten gefahren sind.
Vor dem Gipfel der Schöngänge, muss man nicht nach rechts in Richtung See abbiegen, man kann den Ausflug verkürzen, indem man nach links abbiegt und einen weiteren Klettersteig geht, der einen direkt auf die Fahrstraße in Richtung Hochalm und Kreuzeck bringt (hiermit ist nicht der Nordwandsteig gemeint, der zurück zur Alpspitzbahn führt, dieser zweigt oberhalb ab!) Auf meiner Karte ist weder die Verbindung zum Schöngänge, noch dieser Klettersteig eingezeichnet… tja, Kompass halt…