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Posts Tagged ‘Bewertungen’

Nachdem im Wanderführer München – Venedig keine Hüttenbewertungen vorgenommen werden, möchte ich hier einige ganz persönliche Erfahrungen und Infos loswerden.

Da wir ja „nur“ die Etappen Wattens bis Belluno gelaufen sind, werde ich hier ausschliesslich auf die von uns besuchten Hütten eingehen. Auch bitte ich zu beachten, daß wir uns nicht immer genau an das Buch gehalten haben, teils weil das Wetter bzw. der Schnee uns gezwungen hat, weil die Hütten ausgebucht waren oder weil wir es so wollten.


Lizumer Hütte

Auf der Lizumer Hütte (OeAV) wurden wir sehr freundlich begrüsst, der Hüttenwirt hat mir direkt meinen Rucksack abgenommen und in unser Zimmer getragen. Unsere nassen Sachen ddurften wir am Kachelofen in der Stube aufhängen. Die Hütte wurde in den Jahren 2006/2007 komplett saniert und ist wirklich eine gemütliche und funktionelle Hütte geworden. Die sanitären Einrichtungen sind in einwandfreiem Zustand, es gibt einen Trockenraum und -wer will- eine Kletterwand. Das Essen war toll und auch auf Sonderwünsche wurde problemlos und unkompliziert eingegangen. Kurzum: wir haben uns sehr wohlgefühlt.

Dominikushütte

Die Dominikushütte (privat) war das genaue Gegenteil der Lizumer Hütte. Die Wirtsleute waren grantelig und das Essen eine Katastrophe. Das Abendessen war ungeniessbar, ich hatte matschige Hüttenmaccharoni mit einer schrecklichen Dosensauce. Das Frühstück war halbwegs in Ordnung, es gab ein Buffet, aber die Produkte wie z.B. die Nutellaportionen waren bereits seit längerem abgelaufen. Ausserdem bin ich kein Freund der einzeln abgepackten Marmeladen und Nutellaportionen, im Sinne des Umweltschutzes könnte man darauf auch durchaus verzichten.


Auch sonst ist die Hütte nicht besonders angenehm, es gibt einen Trockenraum irgendwo im Keller, wo sich auch die Duschen mit Marken (€ 2,00) verstecken. Sonst sind uns eigentlich nur die Regeln der Hütte in Erinnerung geblieben.

Abendessen von 18.00-19.30 Uhr, Frühstück von 7.30-8.00 Uhr (???), Zimmer räumen um 08.30 Uhr und das alles für € 19.00 pro Person im Lager. Na danke schön.

Nichts gegen Regeln auf den Hütten, aber ein bisschen freundlicher kann man das Ganze schon gestalten.

Bartlhof in Stein

Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Stein ist riesig; es gibt 3 Häuser, davon sind zwei Gasthöfe. So landeten wir im Bartlhof bei Familie Messner. Der Bartlhof ist ein rustikal bis kitschig eingerichtetes

Bauernhaus. Es gibt große Doppelzimmer mit Waschbecken, die Toilette sowie Dusche bzw. Badewanne befinden sich auf dem Gang. Der Gasthof wird von einer mindestens 90 jährigen Dame geführt, die alles organisiert und abends für uns gekocht hat.


Wir bekamen ein sehr leckeres 3 Gänge Menü serviert und wurden von unserer Omi rundum verwöhnt. Auch das Frühstück konnte sich sehen lassen. Die Halbpension kostete € 35,00.

Pension Erlenau in Pfunders

In Pfunders mussten wir zunächst feststellen, daß der Gasthof Lärcher keine Zimmer mehr vermietet, so sind wir weiter bis zur Pension Erlenau gegangen. Hier bekamen wir ein Doppelzimmer mit Halbpension für € 33,00. Die Wirtsleute sind sehr nett und bemüht. Das Abendessen war in Ordnung und auch sonst ist der Gasthof sauber und recht angenehm. Die Duschen befinden sich auch wieder auf dem Gang, da wir aber die einzigen Gäste im Erdgeschoss-Bereich des Hauses waren, hatten wir die sanitären Einrichtungen für uns alleine.

Das Brot beim Frühstück enthielt leider Kümmel.. und da bin ich empfindlich… ich hasse Kümmel!!! Aber sonst gab es am Frühstück nichts zu bemängeln.

Sonst können wir noch berichten, daß das Weissbier (Hefeweizen!) im Gasthaus Brugger € 3,80 kostete und das übersteigt nun wirklich Münchner Preise. Also galt für uns: Ab jetzt gibt es nur noch Wein und kein Bier mehr.

Kreuzwiesenhütte

Meine Lieblingshütte auf der ganzen Tour.

Ja, das meine ich ernst. Ich finde die Kreuzwiesenhütte (privat) ist eine ganz tolle, urgemütliche Hütte mit super süssen Zimmern und einer wunderschönen Sonnenterasse auf der man abends noch lange sitzen kann.

Leider hat sie eine ganz eklatante Schwäche: Die Portionen waren hier eher Haute-Cuisine als Wanderverpflegung, bezogen auf die Grösse. Es war alles lecker, aber wir sind nicht satt geworden. Später haben wir dann noch ein Speckbrettl bestellt, damit wir nicht mit knurrendem Magen ins Bett müssen.

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