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Posts Tagged ‘Hütten’

und weiter geht’s mit meinen ganz persönlichen Hüttenkommentaren:

Maurerberghütte

Da die Schlüterhütte ausgebucht war, hatten wir uns entschieden die Etappe zu verkürzen, um auf der Mauererberghütte (privat) zu übernachten. Wir waren die einzigen Gäste, bekamen ein ansprechendes Zimmer und einen Balkon mit Wäscheständern auf denen wir uns ausbreiten konnten.

Wunderbar: wir haben also einen Dusch- und Waschnachmittag eingelegt und die Aussicht genossen. Abends wurde uns ein leckeres südtiroler Essen (Schlutzkrapfen) serviert. Auch das Frühstück mit frisch gekochten Eiern und Orangensaft konnte durchaus punkten.


Puezhütte

Die Schlüterhütte war schon wieder ausgebucht, also mussten wir in den sauren Apfel beissen und bis zur Puezhütte (CAI) durchlaufen. Auf der Hütte wimmelte es vor deutschen Touristen. Wir wurden in einem Lager mit 14 Betten in der 3. Etage der Stockbetten untergebracht. Kein Platz um seinen Rucksack irgendwo unterzubringen und unsere Betten waren natürlich die hintersten in diesem langgezogenen Raum, also ein reiner Hindernislauf bis zum Bett. Ausserdem gab es ganze zwei Duschen (3 €), die auch noch defekt waren. Abendessen wurde von 18.30 bis 19.00 Uhr ausgegeben und wir trauten unseren Augen kaum, die Portionen waren noch kleiner als auf der Kreuzwiesenhütte.

Nach der morgentlichen Katzenwäsche mit sehr vielen Menschen in einem sehr kleinen Waschraum wollten wir frühstücken. Eine Pappsemmel, 1 Schälchen Marmelade, 1 Stück Butter und eine Tasse ungeniessbarer Kaffee sollten € 5,50 pro Person kosten. Das haben wir uns dann gespart und unsere Vorräte aus dem Rucksack geplündert, somit war unser Frühstück wesentlich günstiger und schöner in freier Natur…


Rifugio Boe

Eigentlich wollten wir auf dem Gipfel des Piz Boe in der Capanna Fassa übernachten, aber leider bekamen wir nur die Auskunft: „Nix deutsch, Hütte voll.“

Also blieben wir auf dem Rifugio Boe (CAI), wo wir einen Lagerplatz bekamen.

Eigentlich wollten wir nur unter eine Dusche, aber leider mussten wir feststellen, daß es auf dieser Hütte gar keine Duschen gibt. Es gibt zwei Toiletten im italienschen Loch-Stil und ein Waschbecken mit eiskaltem, tröpfelndem Wasser. Warum hat uns denn keiner gewarnt?!? Zumal wir am nächsten Tag feststellen durften, daß das Rifugio Pordoi (Entfernung ca. 1 Stunde) Doppelzimmer mit Dusche gehabt hätte.

Das Abendessen war ganz gut, nur auf das Frühstück haben wir wieder verzichtet, da es diesmal € 6,00 kosten sollte. Für einen kleinen Aufpreis von € 2,50 hätte es auch Schmierkäse gegeben. Da wir dieses erneut völlig unangemenssen fanden, haben wir unser Frühstück wieder vor der Hütte eingenommen.

Pension Roberta in Malga Ciapela

Nach zwei Tagen ohne Dusche, war die Pension eine Wohltat. Für € 26,00 gab es ein Doppelzimmer mit Übernachtung und Frühstück und wie man uns glaubhaft versicherte, auch mit einer Dusche und warmen Wasser. Es gab auch einen Fernseher, den wir ja nun lange nicht mehr gesehen hatten, aber es war -welch Überraschung- nichts passiert. Zum Abendessen ging man ins Hotel Roy nach nebenan, wo Hausgäste von der Pension Roberta für € 14,00 ein 3 Gang Menü mit Salatbuffet bekamen. Wir waren zwar in unseren Wanderklamotten nicht ganz richtig gekleidet, aber der Service war sehr nett und insgesamt war das Essen ganz lecker. Das Frühstück in der Pension war reichhaltig, was wir auch ausgiebig in Anspruch genommen haben, da wir ja nur eine kurze Etappe vor uns hatten.

Hotel Garni Esperia in Alleghe

Das Garni Esperia liegt direkt gegenüber der Gondelstation in Alleghe. Wir bekamen ein ruhiges Zimmer im Nachbarhaus und testeten das Bier der hauseigenen Brauerei: etwas säuerlich, aber erfrischend. Für das Zimmer mit Frühstück bezahlten wir € 29,00 por Person. Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Alleghe ist sehr groß, von anderen München Venedig Wanderern wurde uns das Sporthotel Europa empfohlen. Es liegt schöner, da direkt am See, und ist nur ein paar Euro teurer (ca. € 34,00 pro Person für ÜF). Abends essen wir eine riesige Pizza im Ort.

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Nachdem im Wanderführer München – Venedig keine Hüttenbewertungen vorgenommen werden, möchte ich hier einige ganz persönliche Erfahrungen und Infos loswerden.

Da wir ja „nur“ die Etappen Wattens bis Belluno gelaufen sind, werde ich hier ausschliesslich auf die von uns besuchten Hütten eingehen. Auch bitte ich zu beachten, daß wir uns nicht immer genau an das Buch gehalten haben, teils weil das Wetter bzw. der Schnee uns gezwungen hat, weil die Hütten ausgebucht waren oder weil wir es so wollten.


Lizumer Hütte

Auf der Lizumer Hütte (OeAV) wurden wir sehr freundlich begrüsst, der Hüttenwirt hat mir direkt meinen Rucksack abgenommen und in unser Zimmer getragen. Unsere nassen Sachen ddurften wir am Kachelofen in der Stube aufhängen. Die Hütte wurde in den Jahren 2006/2007 komplett saniert und ist wirklich eine gemütliche und funktionelle Hütte geworden. Die sanitären Einrichtungen sind in einwandfreiem Zustand, es gibt einen Trockenraum und -wer will- eine Kletterwand. Das Essen war toll und auch auf Sonderwünsche wurde problemlos und unkompliziert eingegangen. Kurzum: wir haben uns sehr wohlgefühlt.

Dominikushütte

Die Dominikushütte (privat) war das genaue Gegenteil der Lizumer Hütte. Die Wirtsleute waren grantelig und das Essen eine Katastrophe. Das Abendessen war ungeniessbar, ich hatte matschige Hüttenmaccharoni mit einer schrecklichen Dosensauce. Das Frühstück war halbwegs in Ordnung, es gab ein Buffet, aber die Produkte wie z.B. die Nutellaportionen waren bereits seit längerem abgelaufen. Ausserdem bin ich kein Freund der einzeln abgepackten Marmeladen und Nutellaportionen, im Sinne des Umweltschutzes könnte man darauf auch durchaus verzichten.


Auch sonst ist die Hütte nicht besonders angenehm, es gibt einen Trockenraum irgendwo im Keller, wo sich auch die Duschen mit Marken (€ 2,00) verstecken. Sonst sind uns eigentlich nur die Regeln der Hütte in Erinnerung geblieben.

Abendessen von 18.00-19.30 Uhr, Frühstück von 7.30-8.00 Uhr (???), Zimmer räumen um 08.30 Uhr und das alles für € 19.00 pro Person im Lager. Na danke schön.

Nichts gegen Regeln auf den Hütten, aber ein bisschen freundlicher kann man das Ganze schon gestalten.

Bartlhof in Stein

Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten in Stein ist riesig; es gibt 3 Häuser, davon sind zwei Gasthöfe. So landeten wir im Bartlhof bei Familie Messner. Der Bartlhof ist ein rustikal bis kitschig eingerichtetes

Bauernhaus. Es gibt große Doppelzimmer mit Waschbecken, die Toilette sowie Dusche bzw. Badewanne befinden sich auf dem Gang. Der Gasthof wird von einer mindestens 90 jährigen Dame geführt, die alles organisiert und abends für uns gekocht hat.


Wir bekamen ein sehr leckeres 3 Gänge Menü serviert und wurden von unserer Omi rundum verwöhnt. Auch das Frühstück konnte sich sehen lassen. Die Halbpension kostete € 35,00.

Pension Erlenau in Pfunders

In Pfunders mussten wir zunächst feststellen, daß der Gasthof Lärcher keine Zimmer mehr vermietet, so sind wir weiter bis zur Pension Erlenau gegangen. Hier bekamen wir ein Doppelzimmer mit Halbpension für € 33,00. Die Wirtsleute sind sehr nett und bemüht. Das Abendessen war in Ordnung und auch sonst ist der Gasthof sauber und recht angenehm. Die Duschen befinden sich auch wieder auf dem Gang, da wir aber die einzigen Gäste im Erdgeschoss-Bereich des Hauses waren, hatten wir die sanitären Einrichtungen für uns alleine.

Das Brot beim Frühstück enthielt leider Kümmel.. und da bin ich empfindlich… ich hasse Kümmel!!! Aber sonst gab es am Frühstück nichts zu bemängeln.

Sonst können wir noch berichten, daß das Weissbier (Hefeweizen!) im Gasthaus Brugger € 3,80 kostete und das übersteigt nun wirklich Münchner Preise. Also galt für uns: Ab jetzt gibt es nur noch Wein und kein Bier mehr.

Kreuzwiesenhütte

Meine Lieblingshütte auf der ganzen Tour.

Ja, das meine ich ernst. Ich finde die Kreuzwiesenhütte (privat) ist eine ganz tolle, urgemütliche Hütte mit super süssen Zimmern und einer wunderschönen Sonnenterasse auf der man abends noch lange sitzen kann.

Leider hat sie eine ganz eklatante Schwäche: Die Portionen waren hier eher Haute-Cuisine als Wanderverpflegung, bezogen auf die Grösse. Es war alles lecker, aber wir sind nicht satt geworden. Später haben wir dann noch ein Speckbrettl bestellt, damit wir nicht mit knurrendem Magen ins Bett müssen.

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